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Konstruktion

FestungsbrückeAnsicht der Brückenkonstruktion am Festungseingang, 1865

Die 1865 gefertigte Festungsbrücke stellte den Zugang zum Haupttor der Festung in der Südflanke der Bastion „Cavalier“ dar. Die Brücke war aus Holz, bot eine Fahrbahnbreite aus Holzbohlen von ca. 4,5 Metern und bestand aus vier Brückenjochen. Zwischen dem vierten Brückenjoch und dem Festungstor war ein Zugbrückenteil integriert.

Die Zugbrücke bestand aus einer leichten Metallkonstruktion und konnte mit Hilfe von Gegengewichten und einer Hebevorrichtung in das Vortor eingeklappt werden.

Die Anlage des Festungstores in der Bastionsflanke ist eine bautechnische Besonderheit der Festung Dömitz. In den meisten Festungsanlagen wurden die Tore und damit auch die Zugangsbrücken durch eine Kurtine, die Mauer zwischen den Bastionen, ins Festungsinnere geführt. Eine solche Lage hätte die Verteidigung des Festungseingangs von beiden seitlich gelegenen Bastionen ermöglicht. Um den nötigen Schutz für den Festungseingang in Dömitz zu erreichen, bekam das Festungstor nicht nur eine neue Brückenkonstruktion, sondern auch noch ein Vortor mit Schießscharten für die Infanterie und einer Kanonenstellung.

FestungsbrückeSeitenansicht zu einem Brückenpfeiler, 1865